Archiv für April 2010

Nächstes Treffen am 4.5.2010 – Thema Krise der Automobilindustrie

Wir wollen anhand des Artikels Hybridmotor oder Klassenkampf und des Interviews mit einem Arbeiter aus der Montage bei Daimler (Sindelfingen) über die Krise der Automobilindustrie und die Versuche der ArbeiterInnen sich zu wehren diskutieren.

Dienstag 4.5.2010 um 19:30 Uhr
Mehringhof (Blauer Salon)
Gneisenaustr. 2a
U-Bahnhof Mehringdamm (U6/U7)

Interview mit einem Arbeiter aus der Montage bei Daimler in Sindelfingen

Orhan
Arbeiter in der Montage bei Daimler Sindelfingen. In Sindelfingen arbeiten insgesamt 37 000 Menschen »beim Daimler«. Hier werden drei Baureihen montiert: C-Klasse, E-Klasse und S- Klasse.

Außerdem steht dort die größte Entwicklungsabteilung von Daimler weltweit mit ca. 5000 Beschäftigten. C-Klasse und E-Klasse sind ein Bereich mit einem gemeinsamen Center-Leiter und einem Bereichsbetriebsrat. In der E-Klasse arbeiten ca. 5000, in der C-Klasse 3000 Leute in zwei Schichten. Nur im Rohbau (ca. 300 Leute), Presswerk und Lackiererei wird seit ca. 15 Jahren in drei Schichten gearbeitet. Montage: zehn Jahre lang wurden C- und E-Klasse in einem Typenmix am selben Band produziert, jetzt wird jede Baureihe für sich produziert. Die Stückzahl in der E-Klasse beträgt ca. 1100 pro Tag, in der C-Klasse ca. 660 pro Tag.
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Hybridmotor oder Klassenkampf

Der Verbrennungsmotor prägte die kapitalistische Gesellschaft wie wir sie kennen. Seine Krise ist die Krise dieser Gesellschaft.
Der Hybridmotor gaukelt technischen und sozialen Fortschritt vor, in Wirklichkeit ist er eine technologische Sackgasse und repräsentiert eine Niederlage. Er kombiniert das »Alte« (Verbrennungsmotor) mit dem vermeintlich »Neuen« (Elektromotor), um das Image aufzupolieren – damit alles beim Alten bleiben kann. Diese Methode, alles beim Alten zu lassen, macht gerade Schule. Kapital, Staat, Vertretung und der vereinzelte Arbeiter hybridisieren ihre jeweilige Krise. So prägt der Motor weiter alles und jedeN. (mehr…)