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Paul Mattick: „Die Revolution war für mich ein großes Abenteuer“

Buchvorstellung und Diskussion

Dienstag den 13. Januar 2015 um 19:30

Mehringhof (Blauer Salon), Gneisenaustr. 2a

Was macht ein 10-Jähriger aus einer Arbeiterfamilie in Berlin nach Ausbruch des I. Weltkrieges ? Ohne Aufsicht der Eltern lebt er zwischen einer autoritären Schule und der Freiheit auf der Straße. Er versucht so gut es geht, mit seinen Kumpels über die Runden zu kommen. Es wird Obst und Gemüse geklaut, Kohle gestohlen, entwendete Materialien zu Geld gemacht. Als Halbwüchsiger erlebt er die Novemberrevolution und wird, wie Tausende andere, Teil von ihr. Nun geht es um einen täglichen kompromisslosen Klassenkampf, den es zu organisieren gilt, aber auch um politische Kontroversen, Agitation, und Zeitungen, die finanziert werden müssen. Er wird Mitglied der antiparlamentarischen marxistischen KAPD (Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands). (mehr…)

Nächstes Treffen am 9.11. Thema: Der Streik bei Ssangyong – ArbeiterInnenkämpfe in Südkorea

Dienstag 9.11.2010 um 19:30 Uhr
Mehringhof (Blauer Salon)
Gneisenaustr. 2a
U-Bahnhof Mehringdamm (U6/U7)

Nächstes Treffen am 5.10. – Thema: ArbeiterInnenkämpfe in China

Dienstag 5.10.2010 um 19:30 Uhr
Mehringhof (Blauer Salon)
Gneisenaustr. 2a
U-Bahnhof Mehringdamm (U6/U7)

Zur Vorbereitung dient folgender Text aus der Beilage der Wildcat 80:

Unruhen in China

Auf der anderen Seite des Globus tut sich Gewaltiges. Aber was? Da werden die Städte gezeigt mit ihren Neureichen, mit den Malls, der neuen Mode und den umtriebigen Künstler-UnternehmerInnen. Alles etwas fremd, etwas hip und in der Dosis der Reportage dann doch so vertraut. Dann dieses China im architektonischen Umbruch mit den täglich neuen Wolkenkratzern, dem Olympiastadion und den abscheulichen Neubauvierteln. Und selbstverständlich wird nie vergessen, auf die armen Mädchen in den Fabriken hinzuweisen, welche die giftigen Spielsachen produzieren müssen. (mehr…)

Buchvorstellung und Diskussion – Ante Ciliga: „Im Land der verwirrenden Lüge“

Aktualität und Notwendigkeit linker Stalinismuskritik

Wer heute die Frage sozialer Emanzipation aufwirft, kommt um eine Auseinandersetzung mit dem Stalinismus nicht herum. Ante Ciligas »Im Land der verwirrenden Lüge«, dass nun endlich wieder in deutscher Sprache aufgelegt wurde, bietet dies bezüglich einen guten Zugang. Ciliga beschreibt seine Erlebnisse und Beobachtung der sozialen und politischen Verhältnisse in der Sowjetunion, seinen Weg in die trotzkistische Opposition und von dort in die Gefängnisse und Lager, wo er sich weiterhin ungebrochen an den Aktivitäten und Debatten der breit gefächerten kommunistischen Oppositionsgruppen beteiligte. Mit seinem zum ersten Mal 1938 in Frankreich unter dem Titel »Au pays du grand mensonge« erschienen Buch wurde Ciliga gewissermaßen zum Sinnbild der Opposition gegen den Stalinismus und das unter Lenin, Trotzki und Stalin errichtete System des Staatskapitalismus. Heutzutage ist sowohl Ciliga als auch die linkskommunistische Opposition gegen den Stalinismus weitgehend in Vergessenheit geraten. Auf unserer Veranstaltung wollen wir uns mit dem politischen Wirken Ciligas auseinandersetzen, die wichtigsten Protagonisten und Strömungen der kommunistischen Oppositionsgruppen vorstellen und nicht zuletzt über die Aktualität und Notwendigkeit linker Stalinismuskritik heute diskutieren.

Sonntag 3.Oktober 2010 um 17 Uhr
Mehringhof (Blauer Salon)
Gneisenaustr. 2a
U-Bahnhof Mehringdamm (U6/U7)